• fruehlingskonzert.jpg
  • Fussballjungs.jpg
  • krimidinner.jpg
  • Schnee.jpg
  • Titel_RSW.jpg

Vorlesewettbewerb 2019-2020

„Gutes Vorlesen ist eben, wenn sich keiner langweilt“ (Rufus Beck) - Vorlesewettbewerb der 6. Klassen an der Realschule Wallenhorst

Am 06.012.2019 fand traditionell der vom Börsenverein des Deutschen Buchhandels jährlich ausgeschriebene Vorlesewettbewerb der 6. Klassen in vorweihnachtlichem Rahmen in der Aula der Realschule Wallenhorst statt.

 

Die Moderation lud die sechs Klassensieger der 6. Klassen ein, aus ihren Lieblingsbüchern vorzulesen. Die fachkundige Jury bewertete bei Fiona Dobek, Amelie Kollenberg und Jannis Reineck (alle 6A) sowie bei Marie Sophie de Vries, Lina Kolk und Karlotta Scholz (alle 6B) die Lesetechnik, die Textgestaltung und das Textverständnis.

Für engagierte musikalische Darbietungen in den Lesepausen sorgten die 6. Klassen selbst, ebenso Lisanne Mareen Bartke mit einem tollen Einsatz am Klavier, alles unter der Leitung ihrer  Musiklehrerin Frau Shvets.

Anschließend hatten Herr Esch von der Schlüsselbuchhandlung, der Schulleiter Herr Schmidt, die Deutschlehrerinnen Frau Kruse (Fachkonferenzleiterin) und Frau Möllenkotte sowie die Schülerin Lilian Sasse und der Schüler Nils Geers (beide 10B) die schwierige Aufgabe, die Punktevergabe vorzunehmen.

Nachdem auch ein unbekannter Text von den sechs Kandidaten vorgelesen werden musste, stand die Entscheidung der Jury fest: Karlotta Scholz der Klasse 6B hatte mit deutlicher Aussprache, angemessenem Lesetempo und sinngemessener Betonung die Stimmung der Geschichten passend wiedergegeben und somit hervorragend interpretiert.

Der Schulleiter Herr Schmidt überreichte feierlich die Schulsiegerurkunde. Außerdem erhielten die fünf Klassensiegerinnen und –Sieger unter dem Applaus der Fünftklässler Büchergutscheine der Schlüsselbuchhandlung und Schokoladen-Nikoläuse.

Die Organisatoren Frau Möllenkotte und Herr Schrey bedanken sich herzlich bei Herrn Esch und Herrn Schmidt und allen Jurymitgliedern für die Unterstützung. Ein herzliches Dankeschön gilt auch Frau Shvets, Lisanne und Frau Altrogge für die hinreißende Musik und stimmungsvolle Bühnengestaltung und ebenso dem tollen, aufmerksamen Publikum. Nicht zuletzt bewahrheitet sich aber auch: Gutes Vorlesen ist eben, wenn sich keiner langweilt!

Nun heißt es Daumen drücken für die Schulsiegerin Karlotta Scholz, die am 25.02.2020 im Tuchmachermuseum Bramsche im Regionalentscheid die Realschule Wallenhorst vertreten wird.

Autor: M. Schrey

 

Generationenwerkstatt zwei und drei

Ein „Glücksfall“ am Hullerweg

Realschüler bauen mit Wallenhorster Unternehmen einen Fahrgastunterstand

Das ist eine tolle Aktion“, meint Rüdiger Mittmann, Fachbereichsleiter Bürgerservice und Soziales der Gemeinde Wallenhorst. „Das schafft Wetterschutz und Sicherheit.“ Gemeint ist die Bushaltestelle am Hullerweg im Gewerbegebiet Hollage. Bisher besteht dieser Ort aus einem Pfahl mit Fahrplan, Schildern und zwei kleinen gepflasterten Flächen, die den Randacker als Haltestelle ausweisen. Ein Provisorium sei es bisher – meint Mittmann. Doch das wird sich in naher Zukunft ändern. Die zwei Wallenhorster Unternehmen Hörnschemeyer Dächer GmbH & Co. KG und  Garten- und Landschaftsbau Poske GmbH und Co. KG haben sich vorgenommen, auf diesem Fleckchen Erde gemeinsam mit Schülern der Realschule Wallenhorst dafür zu sorgen, dass die Fahrgäste am Hullerweg nicht länger im Regen stehen oder über unebene Graslandschaft mit „Tretmienen“ laufen müssen. In zwei GenerationenWerkstätten, dem Projekt der Ursachenstiftung Osnabrück, sollen in den nächsten Wochen ein sicherer Untergrund und ein Fahrgastunterstand entstehen.

Anfang Februar wird die Bushaltestelle erst einmal wieder zur Baustelle. Das Unternehmen Garten- und Landschaftsbau Poske tritt in Aktion. „Wir kümmern uns um den Untergrund“, erklärt Firmenchef Alexander Poske. Auskoffern, mit Untergrundmaterialien füllen, festwalzen – steht auf dem Plan. Das sind die Vorbereitungen, damit die Schülergruppe der Realschule Wallenhorst unter fachkundiger Anleitung des Gartenbaumeisters Jan Müssen das Pflaster legen kann.  Währenddessen werden in der Halle von Hörnschemeyer Dächer vier Schüler mit dem erfahrenen Zimmerermeister Karsten Schulenborg einen Unterstand aus Holz bauen. „Die Rückseite des Holzgestells wird verkleidet, die Seitenwände dagegen sollen offen verglast sein“, erklärt Firmenchefin Ina Hörnschemeyer Schülern und Eltern anhand eines Skizze. Für ihren Handwerkerbetrieb ist es die zweite Generationenwerkstatt. „Nachdem wir im vergangenen Jahr sehr gute Erfahrungen gemacht haben, als Schülerinnen und Schüler bei uns Sitzmöbel für die Realschule Wallenhorst gebaut haben, freuen wir uns jetzt auf das neue Projekt!“, so die Geschäftsführerin.

Mit einer Ortsbegehung starteten die Schüler der Realschule Wallenhorst in die zwei GenerationenWerkstätten. Der Haltepunkt Hullerweg liegt lediglich 500 Meter vom Unternehmen Hörnschemeyer Dächer entfernt. Deshalb besichtigten die sieben Schüler gemeinsam mit den Unternehmern, Betreuern, Lehrern, Eltern und Vertretern der Gemeinde Wallenhorst den Haltpunkt der Buslinie 581. Mit ihrer Projektarbeit werden die Jugendlichen den Ort fahrgastfreundlicher und barrierefrei gestalten. 

Mittmann ist sich sicher, diese GenerationenWerkstätten haben einen weiteren Effekt: „Wer einmal mit seiner Hände Arbeit so eine Halle aufgebaut hat, wird so etwas nie wieder beschmutzen oder zerstören.“ Vandalismus an Gemeindegütern kostet Wallenhorst, wie vermutlich jede Gemeinde, jedes Jahr viel Geld. Auch Veronika Hamacher von der Abteilung Bürgerservice und Soziales, die gemeinsam mit den Unternehmern die Aktion geplant hat, freut sich. „Die Projekte sind ein Glücksfall in Bezug auf die Haltestelle, die gerade keinen guten Eindruck macht.“ Die Gemeinde Wallenhorst gab die Zusage für diese externen Projekte, denn: „Zu diesen beiden Unternehmen haben wir Vertrauen. Das wird etwas“, so Mittmann. Das Ergebnis wird eine Bushaltestelle sein, über die sich die Fahrgäste am Hullerweg freuen können. Ende März wird der Fahrgastunterstand vermutlich im Boden verankert sein: Wir dürfen gespannt sein.

Die GenerationenWerkstatt ist ein Projekt der Ursachenstiftung Osnabrück und bietet Schülern und Unternehmen eine Win-Win-Situation. Jugendliche können ein Handwerk ausprobieren und eventuell für sich entdecken. Unternehmen lernen früh mögliche Mitarbeiter kennen und können sie für die Arbeit in ihrem Unternehmen begeistern. Die erfahrenen Betreuer haben Spaß daran, ihr Wissen weiterzugeben. Bisher wurden etwa 200 Projekte mit ca. 100 Unternehmen und 45 Schulen durchgeführt. 

Fotos und Text: Babette Rüscher-Ufermann

Generationenwerkstatt

Laternen bei Purplan gefertigt

Lernen von den Alten: Wallenhorster Schüler beenden "Generationen-Werkstatt"

Timon, Colin, Ben und Kilian (v.r.) haben unter Anleitung von Ausbilder Hubert Moorkamp in der Generationen-Werkstatt bei Purplan zwei Laternen gebaut. Foto: Robert Schäfer

 

Timon, Kilian, Ben und Colin haben in der GenerationenWerkstatt der Ursachenstiftung gearbeitet. Bei Purplan-Ausbilder Hubert Moorkamp lernten die vier nicht nur, zwei schicke Laternen aus Metall zu bauen, sondern auch einiges für ihr weiteres Leben.

Ganz einfach war es nicht, aber letztlich standen sie da: die beiden gut 80 Zentimeter hohen Laternen, die Timon, Kilian, Ben und Colin im Zuge der sogenannten Generationen-Werkstatt der Ursachenstiftung Osnabrück bei der Firma Purplan in Hollage gebaut haben. Dementsprechend präsentierten die vier Schüler der Realschule Wallenhorst am Donnerstag ihre Arbeiten.

Alles außer Schweißen

An sieben Terminen im Herbst hatten die Schüler das Arbeiten mit Metall in dem Fachbetrieb kennengelernt. Bleche zuschneiden, biegen, zurichten, bohren und zusammensetzen – all das mussten die Jugendlichen selbst machen. Nur Schweißen durften sie das Produkt nicht selbst - hier bekamen sie Hilfe von den Profis der Metallbaufirma. „Das lernt man nicht so schnell“, erklärte Ausbilder Hubert Moorkamp. „Das können auch unsere Auszubildenden nicht nach ein paar Tagen.“ Dafür gebe es bei Purplan die Lehrwerkstatt, in der auch die Teilnehmer der Generationen-Werkstatt gearbeitet haben.

Die Laternen von Timon, Colin, Ben und Kilian überzeugten Vertreter der Schule, der Ursachenstiftung und auch die Eltern. Foto: Robert Schäfer

Das Schweißgerät haben Timon, Kilian, Ben und Colin aber doch kennengelernt. „Das war für mich das schwierigste“, meinte Killian und seine Freunde stimmten ihm zu. „Die Hitze ist schon ganz schön extrem.“ Aber auch das Bohren des Metalls sei eine Herausforderung gewesen: Mit Metall hatten alle vier zuvor kaum gearbeitet. Umso begeisterter waren die Schüler nach Abschluss des Praktikums. „Das ist viel interessanter als Holz“, waren sich die vier sicher. Das Projekt se für sie ein voller Erfolg gewesen. Die Kinder seien mit Begeisterung zu den Treffen gefahren, berichteten auch die überraschten Eltern. „Hier gibt es viel zu tun“, erklärte Ben die Faszination der Generationen-Werkstatt.

Ausbildung durch "Unruheständler"

Möglich gemacht haben das die Firma Purplan und ihr Ausbilder Moorkamp - ein typischer Unruheständler. Der 73-Jährige ist schon lange in Rente. „Trotzdem bin ich eigentlich jeden Tag hier“, meinte er lachend. Er liebe es, jungen Menschen seinen Beruf näherzubringen. Dadurch ist er perfekt für die Generationen-Werkstatt geeignet.

Moorkamp ist ein Ausbilder der alten Schule. Allein mit seiner Ausstrahlung und seiner Kompetenz sorgt er für Respekt. Dabei geht es ihm immer um die jungen Menschen. „Manchmal muss man auch mal etwas rauer werden“, meinte er mit Blick auf seine Zöglinge. „Die müssen noch Geduld lernen. Wenn man's schnell macht, wird es Schrott. Und beim Blech ist das wortwörtlich zu sehen.“ Die Jugendlichen danken es ihm – nicht nur in der Generationen-Werkstatt. Immer wieder schafft es Moorkamp, selbst schwierige Fälle zur Ausbildungsreife und damit in den ersten Arbeitsmarkt und ein selbstbestimmtes Leben zu führen.

Im Projekt der Ursachenstiftung geht es aber mehr darum, den Schülern den Beruf näher zu bringen. Mit Timon, Kilian, Ben und Colin hatte Moorkamp bereits zum zweiten Mal Schüler der Realschule Wallenhorst zu Gast. Insgesamt ist es das vierte Projekt dieser Art bei Purplan. Mit Erfolg, wie Moorkamp feststellte. „Wir haben so bereits einen Jahrespraktikanten und einen Auszubildenden gewinnen können“, freute sich der Ausbilder.

Für den guten Zweck versteigert

„Die beiden Laternen werden wir für einen guten Zweck versteigern“, sagte Schulleiter Stefan Schmidt. Die Idee von Schulsozialpädagoge Olaf Piek, dafür das Sommerfest der Bürgerstiftung zu nutzen, fand sofort Anklang.

Die „Generationen-Werkstatt“ ist das aktuelle Projekt der Ursachenstiftung Osnabrück. Sie wird von der Handwerkskammer Osnabrück-Emsland-Grafschaft Bentheim und den Kreishandwerkerschaften vor Ort seit 2014 unterstützt. Die kommende Generation wird an das Berufsleben herangeführt, die aktive Generation wird betrieblich in ihrer Nachwuchsförderung unterstützt und die erfahrene Generation wird durch die Weitergabe ihres Wissens gestärkt. Schüler zwischen 12 und 15 Jahren kommen in die Werkstatt, lernen das Unternehmen kennen und schaffen dort gemeinsam etwas Neues.

Artikel und Bilder: Robert Schäfer, NOZ vom 20.01.2020

 

 

 

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung in der oberen Menüleiste.